iPad Zauberer in Las Vegas

 

Mit seinem Auftritt in Las Vegas hat sich Andreas Axmann einen lang gehegten Traum erfüllt. In der Wüstenstadt war er schon öfter, um sich die „gigantischen Shows“ anzusehen. Er liebt das Klima und kann sich sogar vorstellen, dort zu leben. Für ihn ist Vegas eher ein „Show- als ein Spielerparadies“. Theoretisch dürfte er als Zauberer sogar spielen, sagt er, aber: „Die Casinos interessieren mich weniger.“ Hin und wieder spielt er Roulette.

Seine iPad-Nummer durfte er nun auch in Las Vegas aufführen. Im geschichtsträchtigen Hotel Riviera mitten auf dem Las Vegas Boulevard. Zu diesem Auftritt verhalf ihm Produzent Frank Alfter. Mitte Juli sah dieser eine Darbietung Axmanns auf dem Weltkongress der Zauberkunst im englischen Blackpool, wo sich 2500 Zauberer aus der ganzen Welt versammelten, und war begeistert.

 

Ein Interview:

 

Sie sind jedes Jahr mindestens ein Mal in Las Vegas, um sich die Shows dort anzuschauen. Nun hatten Sie auch selbst Ihren Auftritt im „Spielerparadies“, wie war es und wie kam es dazu?

Las Vegas könnte man auch „Showparadies“ nennen. Von der ehemaligen „Sin City“ zur „City of Entertainment“. Die Casinos interessieren mich weniger. Mir geht es um die einzigartigen Theater mit ihren gigantischen Shows. Wahrscheinlich träumt jeder Zauberkünstler davon, einmal in Las Vegas auftreten zu können. Namhafte Kollegen wie David Copperfield oder Siegfried & Roy haben dort Karriere gemacht. Mitte Juli war ich beim Weltkongress der Zauberkunst in Blackpool/England und konnte dort einen Kontakt für den Auftritt in Las Vegas knüpfen. In England haben sich circa 2500 Zauberer aus der ganzen Welt getroffen, um eine Woche lang den alle drei Jahre stattfindenden Weltkongress abzuhalten. Man sieht dort Wettbewerbe, Galas, eine riesige Messe mit Zauberartikeln, Seminare, Workshops und man trifft Spitzenleute aus der Magier-Szene.

 

Ist mit Ihrem Auftritt im Hotel Riviera ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen und sind weitere Shows in Vegas geplant?

Für mich ist ein Traum damit in Erfüllung gegangen, endlich im berühmten Zauber-Mekka in einem richtigen Casino-Hotel mitten auf dem Las Vegas Boulevard aufzutreten. Allgemein bin ich schon sehr lange vom amerikanischen Lebensstil angetan und könnte mir sogar vorstellen, dort zu leben. Las Vegas hat noch viel mehr zu bieten als nur Shows und Casinos. Wer weiß, was noch kommt.

 

Das Hotel Riviera wurde 1955 als erstes großes Casino eröffnet und schon Filme wie „Casino“ oder „Diamantenfieber“ wurden dort gedreht: Können Sie die Stimmung beschreiben?

Zugegebenermaßen sieht das Hotel so alt aus wie es ist. Es ist schon etwas in die Jahre gekommen, aber trotzdem noch sehr gut besucht. Überhaupt gilt für vieles in Las Vegas „Es ist nicht alles Gold was glänzt“. Trotzdem, wenn abends tausende Lichter angehen, staunt man wie in einer anderen Welt voller Illusionen. Las Vegas ist nach wie vor einzigartig und lockt unglaublich viele Menschen aus der ganzen Welt an.

 

Kaninchen und Zylinder waren einmal. Sie zaubern mit iPads und Smartphones. Verraten Sie uns einen Trick, vielleicht sogar ihren Lieblingstrick?

Viele Zuschauer haben diese klassischen Bilder von Hase und Zylinder im Kopf. Also zaubere ich z.B. aus einem Zylinder ein iPad, auf dem ein digitaler Hase abgebildet ist. Aus meiner iPad-Nummer kommt z.B. der Effekt sehr gut an, bei dem ich Milch in meinen im iPad abgebildeten Kaffee gieße, diese dabei aus dem echten Glas verschwindet und im digitalen Kaffee wieder erscheint. Oder wenn ich aus dem iPad ein echtes Bier hole und dem Publikum zuproste.

 

Natalie Miseré, Passauer Neue Presse

iPad-Zauberer in Las Vegas (PNP)